Achtsamkeit

Was ist Achtsamkeit?

Laut einer Arbeitsdefinition von Kabat-Zinn (1990) ist Achtsamkeit (engl. „mindfulness“)

 

"eine bestimmte Form der Aufmerksamkeitslenkung im gegenwärtigen Moment, die absichtsvoll und nicht wertend ist."

 

Dabei wird jeder Gedanke, jedes Gefühl und jeder körperliche Impuls wahrgenommen und beobachtet ohne das Erlebte zu kategorisieren, zu bewerten oder darauf zu reagieren. Abschweifen in Vergangenheit oder Zukunft soll registriert werden, um sich dann wieder auf den gegenwärtigen Moment auszurichten. Diese Haltung unterscheidet sich somit deutlich vom alltäglichen Bewusstseinszustand, den Kabat-Zinn den "Autopilotmodus“ nennt und der - wie der Name schon sagt - oft unbewusst und ganz automatisiert abläuft.

 

Was ist MBSR?

MBSR steht für Mindfulness Based Stress Reduction, was mit Stressbewältigung durch Achtsamkeit übersetzt wird. Klassisch wird MBSR in einem 8-Wochen-Programm unterrichtet und wurde von Prof. Dr. med. Jon Kabat-Zinn aus der Achtsamkeitspraxis des Buddhismus heraus entwickelt und ergänzt. Zunächst war es für PatientInnen mit chronischen Schmerzen vorgesehen, stellte sich jedoch als hilfreich im Umgang mit jeglicher Art von Stress dar. Der Erfolg dieses Verfahrens wurde neurowissenschaftlich an der Stressklinik in Massachussets nachgewiesen und in weitere Studien repliziert.

Das Programm ist auch in Kliniken und zur Stressprävention hierzulande anerkannt.

Meditation

Was ist Meditation?

Meditation ist ursprünglich ein Weg auf der Suche nach dem Sinn des Daseins und grundlegender Bestandteil vieler religiöser Traditionen (z.B. der buddhistischen, christlichen usw). In unserer heutigen Zeit ist sie ein geniales Mittel, um Stress, Ängste und Sorgen abzubauen.

 

Meditation befreit den Geist von Ballast und lässt die Körperwahrnehmung feiner werden. Sie ist ein dem Glücklichsein förderlicher Gehirnzustand mit nachhaltiger Wirkung. Hirnforscher, die die Köpfe von Meditierenden „durchleuchtet“ haben, konnten feststellen, dass ein Zustand tiefer Meditation Hirnwellen von über 30 Hertz erzeugen kann – und damit kognitive Höchstleistung ermöglicht. Das Angstzentrum reagiert schwächer und gestärkt werden vor allem die Bereiche, die für einen ausgeglichenen Gefühlshaushalt sorgen.

 

Meditation sorgt für mehr Wohlbefinden und Widerstandskraft, ohne einen Fuß vor die Tür zu setzen, denn sie kurbelt das Immunsystem an.

Wer regelmäßig übt, wird seltener krank. Wenn man sich trotzdem mal eine Grippe einfängt, erholt man sich wesentlich schneller.

 

Für wen ist Mediation?

Meditation ist nicht nur was für „Spirituelle“ oder Mönche im fernen Asien, sondern gerade für unsere unruhigen westlichen Gemüter eine geeignete Methode mit wissenschaftlich fundierten Wirkungen, von denen wir sowohl mental als auch emotional und gesundheitlich profitieren können. Egal ob jung oder alt, mit Vorerfahrung oder ohne – Meditation ist eine einfache, Jahrtausende alte und bewährte Technik, den Geist zur Ruhe zu bringen.